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Theoretisches

Die erfolgreiche endodontische Behandlung beinhaltet aufeinander abgestimmte Arbeitsschritte: (1) das Finden und Eröffnen aller Wurzelkanäle, (2) die Entfernung des Pulpagewebes, (3) die chemische Desinfektion des gesamten Wurzelkanalsystems im Zahninnern, (4) die Aufbereitung der Hauptwurzelkanälen; (5) die definitive Wurzelkanalfüllung und (6) die dichten Kronenfüllung.

Dies verlangt vom Zahnarzt und von der Gehilfin ein zuverlässiges und konzentriertes Arbeiten. Jeder Schritt muss genau und überlegt sein: Wo bin ich und was tue ich! Das Zeiss Operationsmikroskop ist als Seh- und Vergrösserungshilfe das Gerät der Wahl, womit feine oder obliturierte Wurzelkanäle zu finden sind. Endlich sehe ich, was ich mache. Das gibt mir und dem Patienten Sicherheit und Vertrauen! So ist zu verstehen, dass in den USA die Ausbildung am Operationsmikorskop für Endodontiespezialisten obligatorisch ist. Niemand fährt nachts um 23:00 Uhr ohne Licht herum! Aber die meisten Wurzelbehandlungen werden so gemacht.

Ein häufiger Behandlungsfehler ist die Unsterilität von Instrumenten und Materialien in der Endodontie. Bei Endoboxen ohne Gehäuseöffnungen kann der gesättigte Wasserdampf des Autoklaven nicht ins Boxeninnere und an die Nadeln gelangen, um diese zu sterilisieren. Unsterile Papierspitzen, Wattepellets und Guttaperchaspitzen sind weitere Behandlungsfehler.

Oft kommt ein mangelndes Qualitäts- und Prozessmanagement im Behandlungsablauf hinzu. Ein falscher Griff oder ein falsches Ablegen eines Instrumentes zerstört die Sterilität der Wurzelbehandlung. Ebenso werden Wurzelkanäle unzureichend chemisch desinfiziert 9 Wochen zur Reinfektion des Wurzelkanals und somit zum Misserfolg der Wurzelbehandlung.

 

Mesiale Wurzel mit apikaler Entzündung
Bild 1: Mesiale Wurzel mit apikaler Entzündung verursacht Schmerzen

 

Neu abgefüllte mesiale Wurzel ohne Entzündung
Bild 2: Neu abgefüllte mesiale Wurzel ohne Entzündung