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Historisches

Der Erfinder des Mikroskops war der holländische Brillenmacher Hans Janssen. Er baute um 1595 ein Mikroskop, das aus drei gegeneinander verschiebbaren Röhren bestand und eine 3- bis 9-fache Vergrösserung je nach Ausziehlänge erzielte. Johannes Kepler (1571-1610) erfand ein Mikrosop mit 2 Linsen, das ein Okular als Zerstreuungslinse und eine Sammellinse besass. Galileo Galilei (1564-1642) entwickelte 1609 das Occhiolino, ein zusammengesetztes Mikroskop mit einer konvexen und einer konkaven Linse. Christian Huygens (1629-1695) entwickelte ein einfaches Mikroskop mit einem Zwei-Linsen-Okularsystem, das weniger Farbfehler auswies.

Antoni van Leeuwenhoek (1632-1723) schliff erstmals kleine runde Linsen, welche dank der stärkeren Wölbung eine bessere Vergrösserung erzielten. Er konstruierte über 200 Mikroskoptypen, die eine 40 bis 270-fache Vergrößerung und weniger Abbildungsfehler erreichten. Damit entdeckte er die von ihm so benannten "Animalkulen", die einzelligen Bakterien und Protozoen. Zusammen mit Robert Hooke gilt er als der Begründer der Zytologie. Als Gemischtwarenhändler in Delft untersuchte er erstmals Kork und gab den einzelnen Strukturen den Namen "cell", die Zelle.

Robert Brown benutzte noch 1830 ein solches Mikroskop und entdeckte damit den Zellkern und die Brownsche Molekularbewegung. Ernst Abbe erarbeitete erst um 1880, die zum Bau besserer Mikroskope erforderlichen, noch heute gültigen physikalischen Grundlagen. Damit konnte ein Objektiv herstellt werden, dessen Auflösungsgrenze durch die physikalischen Beugungsgesetze limitiert wurde, die sog. Abbe-Limit. Die Mikroskope wurden von Carl Zeiss in seinen Werkstätten produziert. Otto Schott entwickelte dafür die optischen Gläsern und August Köhler den Beleuchtungsapparat, die Köhlersche Beleuchtung.

 

Das Mikroskop von Janssen
Bild 1: Das Mikroskop von Janssen

 

Fernrohr von Galilei
Bild 2: Das als Mikroskop benutzte Fernrohr von Galilei

 

Das Mikrokop von Hook
Bild 3: Das Mikrokop von Hook.