Ausgangsituation:
Schwerer Zahnunfall nach Sturz vom Baum auf den Asphalt. Der Zahn 11 war in den Kieferknochen ganz eingeschlagen und brach zur Hälfte ab. Nach einem Jahr entwickelte der Nachbarzahn 12 eine Pulpanekrose und eine chronische Knochenentzündung mit Wurzelresorption.
Problematik:
Um das Knochenwachstum aufrecht zu halten, musste der Zahn 12 unbedingt erhalten bleiben. Bei Wurzelresorptionen und apikal offenen Wurzelkanälen ist dies keine einfache Sache.
Lösung:
Dank dem Operationsmikroskop Zeiss konnten wir den Zahn 12 unter bester Sicht eröffnen und für 3 medikamentöse Kalziumeinlagen über 5 Monate versorgen. Der Zahn und der Knochen um seine Wurzelspitze schien sich zu erholen, dass die Wurzelkanalfüllung ins Auge gefasst werden konnte. Aber wie, wenn der Wurzelkanal unten offen war. Dies erreichten wir mit der neuartigen MTA-Barrier-Tecknik. Nachdem der Wurzelkanal gesäubert und getrocknet war, legte ich mit Hilfe eines dicken Guttaperchastiftes einen apikalen MTA-Zementboden, der sich dank der definierten Guttaperchalänge genau am Wurzelkanalende anlegen liess. Danach konnten wir eine normale Wurzelkanalfüllung mit Guttapercha und AHplus-Zement erstellen.