Ausgangssituation:
Die Wurzel- oder Zahnhalskaries stellt nach wie vor ein grosses Problem in der Kariologie dar. Oft sind es junge Patienten, welche Ess- und Trinkgewohnheiten mit mangelnder Mundhygiene haben, die solche Karies entwickeln. Auch älter Patienten können diese Kariesform entwickeln, wenn sie täglich viele Medikamente einnehmen müssen und unter einer Speichelarmut leiden (Xersotomie). Ebenso können motorische Einschränkungen und schlechtes Sehen die Mundhygiene derart beeinflussen, dass eine ausreichende Zahnreinigung nicht mehr erreicht wird. In Heimen oder alleine zu Hause werden solche Situationen oft zu spät entdeckt. Erst wenn Zähne abbrechen oder Zahnschmerzen verursachen, wird es bemerkt.
Problematik:
Die Sanierung solcher Defekte gestaltet sich oft sehr schwierig, da sie tief nach innen in Nervnähe oder weit unter das Zahnfleisch vorgedrungen sind. Es erfordert eine hohe Geschicklichkeit vom Behandler, mit Tricks und Hilfen die Kompositfüllungen dennoch unter Kofferdam und unter Ausschluss von Speichel und Blut an den Zahn zu kleben. Nur unter absoluter Trockenheit werden diese Füllungen auch halten.
Lösung:
Im nachfolgenden Fallbeispiel wird das Legen der Kompositfüllung gezeigt. Mit der Sanierung ist es hier nicht getan. Der Patient muss in ein engmaschiges Recallaufgebot mit profesioneller Überwachung und Zahnreinigung durch die Dentalhygienikerin eingebunden werden, damit frühzeitig eingegriffen werden kann.