Vollkeramik-Krone 14

Ausgangssituation:
Nach Höckerfraktur und bei grossen Amalgamfüllungen bleiben an oberen Backenzähne nicht viel Zahnhartsubstanz mehr übrig. Eine innovative Lösung war hier gefordert, welche den Zahn 14 wieder herstellt und die Ästhetik gebührend berücksichtigt.

Problematik:
Feine Backenzähne wie in diesem Fall, bieten wenig Platz für eine zirkuläre Stufenpräparation von der Breite 1.0-1.2mm. Dadurch würde sehr viel Zahnsubstanz entfernt und die Stabilität des Zahnes als Ganzes in Frage gestellt. Hinzu kam, dass der Nachbarzahn 15 vorgängig mit einem MOD-Empress-Asthetika-Keramikinlay versorgt wurde. Die klassische Lösung mit einer Verblend-Metallkeramik-Krone kam aufgrund des knappen Platzangebotes und des reduzierten Zahnsubstanz nicht in Frage. Auch deshalb nicht, weil eine Pfeilerzahnverlängerung mehr Wurzelsubstanz bringen würde und die parodontalen Verhältnisse dadurch über Monate ausheilen musste.

Lösung:
Die Not macht erfinderisch: eine Vollkeramische Rekonstruktion wäre aus ästhetischen Gründen die Rekonstruktion der Wahl, insbesondere weil wir die Nachbarzähne bereits mit schönen 3-flächigen Keramik-Inlays versorgt haben. Wir entschieden uns, den Zahn 14 mit einer Wurzelfüllung zu versehen. Dadurch erreichen wir zwei Vorteile: der Zahnnerv kann keine Probleme mehr schaffen und wir erhalten durch einen Fiberglasstift-Kompositaufbau eine zuverlässigen und sicheren Kernaufbau. Die Vollkeramik-Krone erfordert eine saubere Stufenpräparation mit genügend Platz für die Keramik. Da wir bereits auf Ginigvahöhe waren, entschied ich mich, die Stufenpräparation im Halbmond vorzunehmen und nur gerade den inneren palatinalen Höcker stehen zu lassen. Mittels Keraufbau schaffte ich zusätzliche Klebeflächen, um die Vollkeramik-Krone mit der Klebetechnik zu befestigen. Der palatinale Höcker und Kernaufbau wurde dabei derart gekürzt in seiner Höhe, dass die neue Krone genügend Materialdicke aufweisen würde, um den Kaukräften auf den Zahn zu widerstehen.

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