Ausgangssituation:
Bei der Jahreskontrolle fällt der Zahn 17 durch eine alte defekte Amalgamfüllung auf. Der Patient hat keine Schmerzen oder akute Beschwerden. Aufgrund anderer Amalgamfüllungen, die in einem schlechten Zustan waren, entscheiden wir für eine Zahnsanierung, mit Recht, wie Sie im folgenden Fallbespiel sehen können.
Problematik:
Alte Amalgamfüllung sind zu 80% undicht und hinterlassen eine sog. koronale Leaguage, eine Undichtigkeit der Füllung, die zur Reinfektion von Wurzelfüllungen und zu Karies im Zahninneren führt. Alte Wurzelfüllungen unbrauchbar und verursachen nicht selten Knochenentzündungen und Knochendefekte an den Wurzelspitzen des Zahnes, die im Röntgenbild durch sog. Aufhellungen zu erkennen sind. In solchen Fällen ist Handlungsbedarf angezeigt, um den Zahn und seinen umliegenden Knochen zu retten.
Lösung:
Das Operationsmikroskops Zeiss hilft dabei, die Amalgam- und IRM-Zement- und über der Wurzelbehandlung sorgfältig zu entfernen. Hier wurden wir insofern überrascht, dass der Wurzelkanalzement auf dem Pulpaboden tief unten uns entgegen „stank“ und dass der 3. Wurzelkanal mesiobukkal gar nie aufbereitet und abgefüllt war. Leider ein Tatbestand, den wir bei führen Wurzelbehandlungen von vielen alten Kollegen vorfinden. Heute ist die Behandlung solcher Zähne mit dem Operationsmikroskop möglich. Vor gut 10 Jahren noch nicht, da die entsprechenden Geräte fehlten oder sie einfach viel zu teuer waren (bis CHF 150'000.00 pro OPMI).