Schwierigkeiten und Grenzen
Die Zahnerhaltung ist davon abhängig, wie viel gesunde Zahnhartsubstanz und gesundes Zahnbett erhalten werden kann. Reicht die Karies tief in die Wurzel und ist damit die Stabilität des Zahnes in Frage gestellt oder ist der Aufwand zu gross, bleibt die Prognose schlecht und Zahn sollte gezogen werden. Je nach klinischer Situation und nach Wunsch des Patienten ist ein Zahnersatz bei einer Zahnlücke nötig oder nicht. Im Frontzahnbereich sind Lücken mit einer Vollkeramik-Brücken oder mit einem Implantat mit Verblend-Metallkeramik-Krone zu versorgt . Im teilbezahnten Gebiss stellen Teilprothesen mit Metallgussgerüst, Halteklammern und künstlichen Zähnen eine gute und sinnvolle Versorgung dar.
Kariesdefekte sind aufgrund von engen, nicht einsehbaren Platzverhältnissen schwer zu sehen und zu finden, insbesondere hinter Schneide- und Eckzähnen und zwischen Molaren. Die Kontrolle mit Kuhhornsonde, Kaltlicht und Röntgenbildkontrolle helfen, sog. "hidden caries" aufzufinden. Je nach Alter und fehlendem Putzeinsatz können tiefe Karies auch auf Kauflächen in Fissuren und Grübchen bilden. Braune oder schwarze Verfärbungen, sowie Grauschimmer, welche bei guter Kaltlichtdurchleuchtung und trockener Oberfläche durchscheinen, verraten solche Kariesdefekte.
Überkronte und wurzelbehandelte Zähne sollten alle 4-6 Jahre mit Einzelzahn-Röntgenbilder inklusive umliegenden Knochen auf Veränderungen überprüft werden. Treten Knochenentzündungen an Wurzel auf und sind Zähne nicht mehr auf Kälte aktiv, so ist der Zahnnerv tod. Oft sieht man eine chronische Entzündung im umliegenden Knochen der Zahnwurzeln. Bei längerem Zuwarten kann der Knochen stark abbauen und die Zähne locker werden. Dank Operationsmikroskop und fachlichem Können konnten wir schon viele solche Zähne erhalten. Den eigenen Zahn zu erhalten, bedeutet die beste Biologie und weniger Kosten und Behandlungen zu haben. Sehen Sie unsere Fallbeispiele an und überzeugen Sie sich selbst davon.

