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Kariesprävention

Karies entsteht durch das Zusammenwirken der oralen Plaque auf die Zähne, der übermässigen Süssigkeitszufuhr und der mangelnden Mundhygiene. Dies gilt sowohl für die Milchzähne wie auch für die bleibenden Zähne. Um die Entstehung der Karies und der Zahnfleischentzündung nachhaltig zu reduzieren sind folgende Massnahmen sinnvoll vorzunehmen :

  • Durchführung einer effektiven Mundhygiene mit Anwendung von fluorhaltiger Zahnpasten und geeigneter Zahnbürsten mit dem Ziel, die Plaque vollständig von allen Zahnoberflächen zu entfernen.
  • Das Zähneputzen sollte bis zum Alter von min. 8-9 Jahren durch die Eltern einmal am Abend gründlich durchgeführt werden.
  • Durchführung einer gezielten Gebissfluoridierung mittels Fluoridgelees (1x pro Woche) oder mittels fluoridhaltiger Mundspüllösung (1x täglich)
  • Vermeiden von kariogenen Zwischenmahlzeiten, welche stark gesüsste Speisen und Getränke beinhalten.
  • Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten: mehr Früchte und Gemüse
  • Durchführung des jährlichen Schuluntersuchs mit Reevaluation der oralen Mundgesundheit, Kariesaktivtät und Pflegemassnahmen

Studien in der Schweiz haben gezeigt, dass durch die Trinkwasserfluoridierung (Kanton Basel Stadt seit 1961) und durch Salzfluoridierung beim Kochen und Backen (Kanton Glarus und Zürich mit 250ppm seit 1983) eine signifikante Kariesreduktion in der betroffenen Bevölkerung erreicht wurde. Ebenso, dass die Kariesreduktion umso grösser war. je früher die Eltern das Zähneputzen mit fluorhaltiger Zahnpasten begonnen und durchgeführt haben. Grundsätzlich sollte mit dem ersten Milchzahn damit begonnen werden. Das Verschlucken von Zahnpasta sollte keine Probleme bieten, da diese nach den Regeln der Lebensmittelverordnung hergestellt wurden.

 


Bild 1: Milchfrontzähne 71 & 82, 82 im Unterkiefer