Lachgas
In Amerika, Australien, England und Skandinavien wird es seit Jahrzehnten bei Kindern, Erwachsenen und ängstlichen Patienten routinemässig als gute Ergänzung zur Lokalanästhesie angewendet. Dabei wird der Patient über eine Gesichtsmaske mit dem Lachgas/Sauerstoff-Gemisch (bei uns fix eingestellt auf 50/50%) beatmet. Nach gut 10-15 Minuten tritt ein Leichtigkeits- und Entspannungsgefühl ein, das sich mit längerer Beatmungsdauer bis zu einem leichten Trancezustand entwickeln kann. Der Patient bleibt dabei jederzeit ansprechbar und verliert nie die Kontrolle über sich. Die nachfolgende Lokalanästhesie mit der Spritze wird er kaum wahrnehmen und der Würge-, sowie Brechreiz, durch den Schluckreflexen verursacht, verschwindet.
Wird die Verabreichung des Lachgases gestoppt, so erwacht der Patient innert 5-10 Minuten und findet seine normale Wahrnehmung und Sensibilität wieder vor. Zwischenfälle mit der Lachgasanwendung sind nach Millionnen von dokumentierten Anwendungen keine aufgetreten. Die einzige Anwendungseinschränkung stellt eine behinderte Nasenatmung oder eine hochgradig geistige Behinderung dar. Als Nebenwirkungen sind in seltenen Fällen Übelkeit und Erbrechen beobachtet worden.
In einer Zeit, wo natürliche und schonende Behandlungsmethoden im Trend liegen, ist diese einfache, sichere und nebenwirkungsfreie Anwendung mit dem Lachgases eine willkommene Hilfe, den Patienten, ob gross oder klein, die Angst vor zahnärztlichen Behandlung und vor der Spritze zu nehmen. Es kann aber die Spritze als sichere Methode der Schmerzausschaltung nicht ersetzen.

