Andere Parodontalerkrankungen
Neben der normalen Entzündungen der Gingiva und des Parodonts kommen weitere Mundschleimhauterkrankungen vor, die auch als oralpathogene Veränderungen bezeichnet werden. Einige relativ häufige Erkrankungen sollen nachfolgend aufgeführt werden:
- Vorwiegend gingivale Veränderungen (Typ I B):
- Medikamentös bedingte Hyperplasien durch Phenytoin (Medikament gegen Epilepsie); Dihydropyridin (Medikament zur Herzentspannung); Ciclosprin (Medikament zur Unterdrückung der Antikörperbildung gegen T-zellvermittelten Immunabwehr) u.a.
- Gingivawucherungen und Benigne Tumoren wie Epuliden (gutartige der Giniva aufsitzenden Tumoren auftreten); Fibrosen, Exostosen, Papillome, Hämangiome, Gingivzysten, Ameloblstome und Neoplasien wie benigene und maligne Tumoren
- Autoimmunerkrankungen wie Gingivosis, Pemphigoid, Pemphigus vulgaris, Lichen, Leukoplakien, Präkanzerosen und Erythroplakien.
- Spezifische Infektionen wie Herpes, Apthen und andere
- Allergien gegenüber Medikamente, Metalle und Quecksilber.
- Intoxikationen durch Blei, Nickel und andere.
- Verletzungen und Verätzungen.
- Gingivale und parodontale Veränderungen (Typ IV A/B):
- Stoffwechselstörungen wie Diabethes
- Mängelernährung bei Skorbut (Vitamin C- Mangel) oder Kwashiorkor (Eiweiss)
- Genetisch bedingte Allgemeinsyndrome wie Down-Syndrom oder Papillon-Lefevre-Syndrom, Chediak-higashi-Syndrom u.a.
- Blutzellerkrankungen wie Leukämie u.a.
- Immunschwäche wie HIV-Infektion und AIDS.

