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Definitionen

Äthiologie
Lehre über die Ursachen von Erkrankungen
Alveolarkamm
Knochenteil des Ober- und Unterkiefers, in welche die Zahnwurzeln beherbergen
Endodont
Das Gewebe, welches die Zahnpulpa und die Zahnnerven umfasst
Endodontie
Lehre der Anatomie, Pathologie und Therapie des Endodonts. Allgemeiner Begrifft auch für Wurzelbehandlungen in der Zahnmedizin
Exfoliation
Natürlicher Durchbruch von Zähnen in der Mundhöhle
Dentin
Zahnbein; Zahnhartsubstanz die den Zahn ausmacht; sie ist mit Nerven und Nervendigungen versorgt, welche den Schmerz im Gehirn auslösen, der im Zahn durch den Reiz bei Karies entsteht
Diptherie
Infektionskrankheit
Disloziert
Verlagert
Impaktiert
Im Knochen eingepackt und eingeschlossen
Lagebezeichnungen
Mesial = nach vorne gerichtet; distal = nach hinten gerichtet; palatinal = zum Gaumen gerichtet; labial = zur Lippe gerichtet; apikal = zur Wurzelspitze gerichtet; koronal = zur Krone gerichtet
Lokalanästhesie
Örtliche Betäubung durch ein Betäubungsmittel, indem die chemische Schmerzmeldung an der Synapse unterbrochen wird
Lues
Syphilis; Geschlechtskrankheit
Kariogeny
Karies hervorrufende Nahrungsmittel oder Getränke
Handinstrumente
Feine Wurzelbehandlungsinstrumente wie Feilen, Reamer und Hedström
Hemisektion
Halbierung des Zahnes unter Erhalt eines Zahnanteils mit Wurzel
Paradont
Gewebe des Zahnhalteapparates, welches den Zahn im Zahnfach verankert
Periapikale Läsionen
Um die Wurzel des Zahnes entstandene Knochenläsion oder -defekt
Periost
Knochenhaut, die an der Knochenaussenseite angewachsen ist
Pulpa|exstirpation
Radikale Entfernung erkrankter Zahngewebes mit Nerven
Pulpa
Fleisch, Mark; Parenchym eines Organs des Zahns; auch Pulpa dentis
Pulpa dentis
Zahnpulpa, Zahnmark; die P. d. füllt den zentralen Hohlraum der Zähne, die Pulpahöhle (Cavitas dentis), und die Wurzelkanäle aus. Ihre Form entspricht etwa äußeren Form des Dentinkörpers.
Pulpa coronalis
Kronenpulpa; in der Zahnkrone gelegener Teil der Zahnpulpa.
Pupakavum
Zahnkammer, wo sich das Zahngewebe und der Zahnnerv befindet.
Pulpotomie
Entfernen der Zahnpulpa im Kronenbereich bzw. in der Zahnkammer unter Erhalt der Pulpa in den Wurzelkanälen
Oral
Mund; im Munde befinden
Retiniert
Durch nätürliche Hindernisse wie Nachbarzähne zurückgehaltene Zähne
Reamer
Spezielle Nadel für Wurzelbehandlungen; früher auch als Feile bezeichnet.
Rosenbohrer
Rotierendes Instrument auf einem Winkelstück, das Zahnhartsubstanz wegfräsen kann
Schmelz
Zahnhartsubstanz, die den Zahn im Kronenanteil überdeckt
Subperiostal
auf dem Knochen aufliegend
Traumatologie
Lehre über Unfallfolgen
Zahn
Dens; Sammelbezeichnung für Hartgebilde tierischer Organismen, die hauptsächlich der Nahrungszerkleinerung dienen, aber auch als Werkzeug oder Waffe benutzt werden können,
Zahn|hals:
Cervix dentis (IANC), auch Collum dentis; der zwischen Krone und Wurzel befindliche, normalerweise vom Zahnfleisch bedeckte Teil des Zahns, an welchem sich Schmelz und Zement treffen.
Zahn|halte|apparat
Par|odontium : Zahnbett, Zahnhalteapparat; zum P. gehören die Gingiva, das Parodontalligament, das Zement und das Os alveolare (Abb.). Sie bilden nach Weski (1921) eine genetische, morphologische und funktionelle Einheit. Das P. verbindet den Zahn mit dem Kiefer (Articulatio dentoalveolaris). Es hat mechanische, sensorische, nutritive und formative Aufgaben sowie Abwehrfunktionen.
Zahn|krone:
Corona dentis ; anat. der von Schmelz bedeckte Teil der Zähne, klin. der im Mund sichtbare Teil eines Zahns (Corona clinica), der bei jugendlichen permanenten Zähnen kleiner ist und sich im Alter durch horizontalen Abbau des Parodontiums vergrößert.
Zahn|karies
Karies (lat.) f: Caries, Zahnfäule; chronischer Demineralisationsprozeß der Zahnhartsubstanzen. Entsteht durch Einwirkung schwacher organischer Säuren, die beim anaeroben Abbau von Saccharose, aber auch von anderen Di- und Monosacchariden durch Plaquemikroorganismen entstehen.
Zahn|wurzel:
Radix dentis; Abschnitt eines Zahns vom Kronensockel bis zur Wurzelspitze. Die Z. besteht aus Dentin und einem Zementmantel und dient der Verankerung von Zähnen in den Kiefern. Klin. der im Alveolarknochen verankerte und von Zahnfleisch bedeckte Teil eines Zahns, Radix clinica. Durch Retraktion des Zahnfleisches und horizontalen Abbau des Alveolarknochens verkürzt sich die klinische Z. Je nach Zahngattung sind Anzahl, Stärke und Form der Z. verschieden (Abb.). Einwurzlig sind Schneidezähne, Eckzähne und Prämolaren, zweiwurzlig untere Molaren, in 60% der Fälle der obere 1. Prämolar, manchmal auch der obere 2. Prämolar. Dreiwurzlig sind obere Molaren. Die Anzahl der Wurzeln bei Weisheitszähnen ist oft unregelmäßig.
Zahn|zement
Zement: Cementum; Anat.: Wurzelzement; Zahnhartsubstanz, welche die Zahnwurzel bedeckt und zur Verankerung der Fasern des Parodontalligaments dient, daher auch Teil des Parodontiums. Z. hat Ähnlichkeit mit Geflechtknochen, es besteht aus: 1. der amorphen Grundsubstanz, 2. den darin eingelagerten kollagenen Fibrillen und den Sharpey-Fasern. Fibrillen und Grundsubstanz sind mineralisiert.

 

Gesunde Gingiva mit Rezessionen im Unterkiefer
Bild 1: Gesunde Gingiva mit Rezessionen im Unterkiefer

 

Dieselbe Gingiva im Detail
Bild 2: Dieselbe Gingiva im Detail