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Plaqueindizierte Gingivitis (Typ Ia)

Sie bezeichnet eine bakteriell verursachte Entzündung des Zahnfleisches rum um den Zahn und ist im ganzen Gebiss verbreitet, wo Plaque und Biofilm vorhanden ist. Die klinischen Symptome sind Blutungen nach vorsichtiger Sondierung, Rötung, ödematöse und hyperplastische Schwellung und Ulzerationen, sowie Pseudotaschen je nach Schweregrad der Entzündung. Schmerzen treten bei akuten Ginigivitiden auf. Zur Diagnose verhelfen folgende Befunde: Approximalraumplaque-Index API (30%), Papillenblutungsindex PBI, Sondierungstiefen ST und Zahnbeweglichkeit ZB.

Die Therapie der leichten Ginigivitiden besteht aus: 1) Plaque- und Zahnsteinentfernung, 2) Mundhygieneanpassung und –Instruktion, 3) Motivation zur verbesserten Mundhygiene, sowie ein Recallaufgebot bei der Dentalhygienikierin. Folgende Werte finden wir bei der:

- Leichte Ginigvitis: API = 30%; PBI = 1.5; ST = OK 1.5mm und UK 3mm; ZB = 0;
Recall alle 12 Monate bei der Dentalhygienikerin DH.

- Mitttelschwere Ginigvitis: API = 50%; PBI = 2.5-3.5; ST = OK 3-4mm; ZB = 0-1;
Pseudotaschen in der UK-Front; Recall und Reevaluation alle 6 Monate bei der DH.

- Schwere Ginigvitis: API = 70-90%; PBI = 3.5; ST = 4-5mm und mehr; ZB = 0-1.
Spontane Blutungsneigung bei Berührung; Pseudotaschen in der UK-Front; aber keinen Knochen- oder Attachmentverlust bei den Frontzähnen und Molaren! Recall und Reevaluation alle 3 Monate bei der DH und später alle 6 Monate. Aufgepasst auf sog. Mundatmung.