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Prognose

Rechtzeitig und richtig behandelt kann einer Parodontitis fast immer Einhalt gewährt werden, allerdings ist diese Behandlung zum Teil sehr langwierig und immer stark von der Mitarbeit des Patienten abhängig. Da die Parodontitis ein Ausdruck eines erfolgreichen bakteriellen Angriffs gegen die einst intakte Grenze Zahn - Zahnfleisch ist, muss sich jeder Betroffene auch darüber im klaren sein, dass selbst nach erfolgreicher Beseitigung dieser Entzündung die Gefahr des Rückfalls besteht. Darum ist auch nach Beendigung der eigentlichen Therapie eine regelmäßige Nachsorge nötig, um einem erneuten Entzündungsschub so früh wie möglich entgegen zu wirken.

Unbehandelt führt die Parodontitis fast immer zum Zahnverlust und daraus folgend zu ästhetischen und funktionellen Beeinträchtigung des Kausystems. Außerdem ist Parodontitis ein Risikofaktor für allgemeinmedizinische Erkrankungen. So gilt ein Zusammenhang zwischen parodontalen Erkrankungen und dem erhöhten Risiko für das Auftreten von Herzinfarkten und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises als wissenschaftlich gesichert. In neueren Untersuchungen konnte außerdem gezeigt werden, dass eine unbehandelte Parodontitis das Risiko von Frühgeburten um das Siebenfache steigert und auch ein niedriges Geburtsgewicht ursächlich mit einer Parodontitis zusammenhängen kann.

 

Entzündete Gingiva mit Plaquebelägen
Bild 1: Entzündete Gingiva mit Plaquebelägen

 

Dieselbe Situation im Unterkiefer
Bild 2: Dieselbe Situation im Unterkiefer