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Neue Therapieart mit Full Mouth Therapy FMT

Ausgehend von Prof. Saxer in Zürich hat sich in der Schweiz eine neue Therapieart „full mouth therapy FMT“ verbreitet. Der Patient soll vorgängig seine Mundhygiene derart verbessern, dass PCR und BOP unter 15% fallen. Das Therapieziel ist es, die Gesamtzahl der Mikroorganismen und deren pathogenen Potential in den Taschen und in der Mundhöhle derart drastisch zu reduzieren, dass keine grossen Rekolonisationen durch frühere Mikroorganismen stattfinden können. Deshalb spült der Patient 1-2 Tage davor mit Chlorhexidin-Mundspüllösungen 0.1-0.2% um die Keimzahl drastisch zu reduzieren. Während der supra- und subgingivalen professionellen Zahnsteinentfernung werden die Taschen weiterhin abwechselnd mit Chlorhexidin 0.2%-, Wasserstoffperoxid- oder Betadine 0.5%-Lösungen gespült und desinfiziert. Am Schluss werden sie mit Chlorhexidin-Gel aufgefüllt. Werden die Risikofaktoren des Patient vorgängig durch ihn, den Hausarzt und Zahnarzt reduziert und seine systemische Erkrankungen eingestellt, so kam sich in der Mundhöhle und in jeder Tasche wieder ein ökologisches Gleichgewicht einstellen, wodurch das Parodont ausheilen und verlorenes Gewebe sich wieder regenerieren kann.

Bei der FMT-instrumentellen Therapie kommen dünne und feine Ultraschallansätze mit Innenkühlung zum Einsatz, die selbst tiefe und unzugängliche Wurzeloberflächen erreichen, wo Küretten oder Scaler nicht mehr hinreichen. Das Parodontalgewebe wird geschont und die Zahnsteinentfernung benötigt bei schonender Vorgehensweise keine Anästhesie mehr. Stumpfe atraumatische Kanülen (Perioflex ovn Oral-B, Periodontal Pik von WaterPik) werden in den Taschenfundus eingebracht und wiederholt wird die Spüllösung appliziert, um eine nachhaltige Tascheninfektion zu erreichen.