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Instrumentenfluss

Nach der Patientenbehandlung kommen alle benutzten und alle offen bereitgestellten Instrumente in den sog. "Aufbereitungsraum" oder "in den Steri". Sie durchlaufen einen genau abgestimmten Desinfektions-, Reinigungs- und Sterilisationsprozess, der auch als Instrumentenfluss oder Sterilisationsstrasse bezeichnet wird.

Der INSTRUMENTENFLUSS beinhaltet die Aufbereitungszonen:

1. INFEKTIOES / 2. HYGIENISCH / 3. STERIL

Diese erfordern unterschiedliche Massnahmen: Besonders zu beachten sind: A) Räumlich klar trennen, B) Desinfektionszeiten einhalten, C) Laufende Kontrolle der Sterilität durchführen

 

1. Aufbereitungszone "INFEKTIÖS": Desinfektion und Reinigung die DA trägt hier IMMER DICKE HAUSHALTSHANDSCHUHE

Die benutzten Instrumente werden schmutzig und blutig, wie sie aus dem Sprechzimmer kommen, zuerst desinfiziert (zum Schutz des Personals) und dann gereinigt und gepflegt (> in dieser Reihenfolge und nicht umgekehrt!). Hierfür werden zwei unterschiedliche Methoden eingesetzt :

1.1. Methode Tauchwanne:
Die benutzten Löffel oder Instrumente (Mundspiegel u.a.) werden in Desinfektionslösung gefüllte Tauchwanne mit Siebeinsatz gelegt und für eine Stunde darin belassen. Anschliessend werden sie unter fliessendem Wasser gespült und mit dem Bürsteli reinigen und sofort getrocknet (z.B. Druckluft, fusselfreies Tuch).

1.2. Methode Thermodesinfektion:
Die benutzten Instrumente gelangen im ursprünglichen Behandlungstray in einen Rechen des Thermodesinfektors Miele 7781 TD . Danach erfolgt die thermische Desinfektion und Reinigung bei 93-95 Grad über 3-10 Minuten mit speziellen Reinigungs- und Nachspülmitteln. Nach dem Programmende wird die Fronttüre geöffnet, damit die Instrumente unter dem Dampf und der Hitze trocknen und nach gut 15 Minuten entnommen und in die zweite Aufbereitungszone GELB gelegt werden.

2. Aufbereitungszone "HYGIENISCH" : Sauberkeits- und Funktionsprüfung / Instrumentenpflege / Instrumentenverpackung in diesem Bereich trägt die DA normale Latexhandschuhe

Nach einer Sauberkeitskontrolle und Prüfung der Funktion (Gelenke ölen, Schneidekanten schärfen) werden die Instrumente für die Sterilisation nach den Handbuchvorlagen (mit Photos) zusammengestellt und dicht verpackt. Jeder neue Sterilisationszyklus erhält eine eigene Chargen-Nummer zugeteilt. Jedes Behandlungstray und jeder Sterilbeutel erhält eine selbstklebende Etiquette mit Chargen-Nummer, Sterilisationsdatum und Haltbarkeit des Sterilisationsgutes als Kontrolldokument. Diese Etiquetten werden pro Patient und Behandlung im OP auf das Sterilisationsdokument eingeklebt unter dem Patientennamen, dem Behandlungsdatum und der -art.

3. Aufbereitungszone "STERIL" : Irreversible Zerstörung aller Lebewesen in den Trays und Steribeuteln; in diesem Bereich trägt die Gehilfin normale Latexhandschuhe

Ist der Autoklav mit Behandlungstrays und Steribeutel gefüllt, erfolgt der Sterilisationsvorgang. Wir unterscheiden das Universal- vom Prionenprogramm. Letzteres verwenden wir für chirurgische und implantologische Instrumente und Hilfsgeräte gemäss Medizinalprodukteverordnung.

Der Wasserdampfautoklav Melag-24-Typ-B erfüllt die neuen Euronormen und die Medizinalpodukteverordnung des Jahres 1998 vorbehaltslos. Dank dem Vor- und Nachvakuum wird der Sterilisationsprozess nachhaltig beeinflusst, indem die Restluft in der Kammer vollständig entfernt wird, damit der gesättigte Wasserdampf von 134 Grad Celcius über 5 Minuten an alle Oberflächen und Instrumente gelangt und alle Mikroorganismen abtöten kann. Der ganze Prozess wird laufend durch die Elektronik geprüft und mit Printer direkt ausgedruckt. Treten Fehler und Schwierigkeiten auf, indem das notwendige Vakuum, die Temperatur, die Einwirkungszeit vom Gerät nicht erreicht wird oder stimmt die Wasserqualität nicht (Enthärtungsanlage funktioniert unzureichend), so bricht das Gerät den Sterilisationszyklus automatisch ab und vermerkt jeden Schritt und die nicht erfüllte Sterilisation.